Audio-Reportage: Aishat und ihre Abschiebung

Schule, Freunde, Familie: Aishat hat ein schönes Leben im sächsischen Meißen. Doch eines morgens steht die Polizei vor der Tür und schiebt die Teenagerin und ihre Familie nach Georgien ab.

Foto: Anton Zirk

Heute ist Aishat 16 Jahre alt und wir konnten uns mit ihr darüber unterhalten, was eine Abschiebung für die Betroffenen bedeuet. In Zeiten von immer schärferen Forderungen nach einer konsequenteren Abschiebepraxis eine für uns besonders wichtige Perspektive.

Die Reportage „Was eine Abschiebung für die Betroffenen bedeutet“, die wir für MDR AKTUELL gemacht haben, finder ihr in der ARD Audiothek, bei Spotify und Co. sowie auf mdr.de.

PODCAST: „Die Fascho-Jägerin?! – Der Fall Lina E. und seine Folgen“

Der Fall Lina E. hat bundesweit Schlagzeilen gemacht. Die junge Studentin stand als Staatsfeindin vor Gericht und wurde als Linksextremistin verurteilt. Für viele Linke ist sie dagegen eine Ikone, „Free Lina“ steht an zahllosen Häuserwänden in Leipzig und vielen anderen Städten. Es gab etliche Demonstrationen bundesweit, die sich mit ihr solidarisiert haben. Im Podcast suchen wir die Antworten auf folgende Fragen: Wer ist Lina E.? Warum hat sie sich radikalisiert? Haben wir es wirklich mit einer neuen Dimension linker Gewalt zu tun? Und wie weit darf Antifaschismus gehen? Wir zeichnen den Fall Lina E. nach, widmen uns ihrer Person und den Taten, die der Gruppe zugeschrieben werden. Auch dem Mammut-Gerichtsprozess sowie der politischen Diskussion, die der Fall ausgelöst hat.

Der Fall hat uns von Anfang an beschäftigt. Schließlich ist all das quasi vor unserer Haustür passiert. Und die Geschichte berührt Fragen, die uns alle beschäftigen sollten: Darf Gewalt zum Mittel politischer Auseinandersetzung werden und wenn ja, in welchen Fällen? Wie stehen wir zu Antifaschismus in seinen extremeren Formen und wo liegen die Grenzen? Und was bringt junge Menschen an den Punkt, ihre Zukunft für den Kampf gegen Neonazis aufs Spiel zu setzen?

Fast ein Jahr haben wir gemeinsam mit unserem Freund und Kollegen Edgar Lopez recherchiert. Wir erklären, warum diese Geschichte bundesweit Bedeutung hat.

Den Podast findet ihr in der ARD Audiothek, bei Spotify, Apple Podcasts und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

Neue Audio-Reportage: Crystal Meth – Der lange Weg aus der Sucht

„Warum hören die nicht einfach auf?!“ Unser Bild von Sucht ist von krassen Vorurteilen geprägt. Süchtige gelten als willenlose Opfer, Rückfalle als Scheitern.

Doch der Weg aus der Sucht verläuft alles andere als gradlinig. Das haben uns Helen und Martin eindrücklick geschildert. Die beiden sind seit Jahren abhängig, waren mehrfach in Therapie und Entgiftung und berichten von ihrem langen Weg aus der Abhängigkeit.

Die Reportage gibt es bei MDR AKTUELL oder bei Spotify.

Y-Kollektiv-Podcast: Rechtsextreme Kleinstpartei – Deshalb sind die “Freien Sachsen” so gefährlich

Freie Sachsen beim AfD-Sommerfest in Grimma. Foto: Anton Zirk
Freie Sachsen beim AfD-Sommerfest in Grimma. Foto: Anton Zirk

Sie fordern den Austritt Sachsens aus der Bundesrepublik Deutschland und haben über 150.000 Follower bei Telegram: Die Freien Sachsen. Was als Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen begann, hat sich zu einer vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Partei entwickelt. Wir haben uns im Netzwerk aus militanten Neonazis, Verschwörungsideologen und Impfgegnern auf Spurensuche begeben. Und Menschen getroffen, die sich ihnen entgegenstellen.

Den Podcast findet ihr in der ARD Audiothek oder bei funk.

NEUER FILM Pleite trotz Millionen Streams: Junge Artists am Limit

Für MDR exactly haben wir uns mit jungen Musiker*innen und Menschen aus der Musikbranche getroffen, um herauszufinden, wie ihre Situation nach den Corona-Jahren ohne Live-Einnahmen ist. Denn mit Streaming verdienen nach wie vor nur die großen gutes Geld. Herausgekommen ist der Film „Das Geschäft von Spotify, Amazon und Apple Music: So wenig verdienen Newcomer beim Streaming“. Zu sehen hier bei YouTube:

Oder auch in der ARD Mediathek.

Neuer Film: Gefahr unter der Haut? Das umstrittene EU-Tattoofarbenverbot und seine Folgen

Die Tattoobranche ist in Aufruhr: Seit Anfang des Jahres sind viele Inhaltsstoffe von Tattoofarben, und damit die meisten gängigen Farben selbst, verboten. Der Grund: Sie sollen gesundheitsschädigend sein, vielleicht sogar Krebs erregen. Für viele Tätowierer:innen ist das Verbot eine Katastrophe, schließlich brechen ihnen Kund:innen und Aufträge weg.

Wir sind beide tätowiert und haben wir uns für MDR exactly gefragt: Was ist eigentlich über mögliche Gefahren von Tattoofarben bekannt? Wie trifft das Verbot die Branche? Und warum gibt es eigentlich so wenig Forschung zum Thema?

Den Film findet ihr hier:

Neuer Film: Der Handel mit gefälschten Impfpässen

Marc trifft sich mit einem Impfpass-Fälscher. Foto: Anton Zirk.

Immer mehr gefälschte Nachweise zur Impfung gegen Covid-19 sind im Umlauf. Für die Fälscher ist das Geschäft lukrativ. Doch wie einfach ist es, einen Fake-Impfpass zu bekommen? Und wie läuft das Geschäft? Für MDR exactly haben wir uns diese Fragen gestellt – und exklusiv einen Fälscher getroffen. Den Film sehr ihr in der ARD Mediathek oder bei Youtube:

Hier findet ihr noch ein paar Infos zur Recherche.

Audio-Reportage: Junge Winzer, Brauer und Likörhersteller – Was treibt sie an? Was wollen sie anders machen?

Egal ob bei Bier, Wein oder Spirituosen: Der deutsche Alkoholmarkt wird von großen Unternehmen und Betrieben bestimmt. Doch auch viele kleinere Brauereien, Destillerien und Winzer versuchen, sich und ihre Produkte auf dem umkämpften Markt zu etablieren. Viele legen dabei Wert auf Nachhaltigkeit und wollen bewusst andere Wege gehen, als die Großen. Was treibt junge Winzer, Brauer und Spirituosenhersteller an? Und welche Ziele haben sie? Das haben wir uns gefragt.

Für unsere Reportage haben wir das Weingut Carl-Friedrich Walther und den Heimathafen – Erfurter Braumanufaktur besucht, sowie die Leute von PFFF – Bio Pfefferminzlikör in ihrer Bar getroffen. Das Ergebnis hört ihr bei MDR AKTUELL, bei Spotify oder gleich hier:

Film für MDR exactly | Sexarbeit und Corona: Verboten – und vergessen?

In Deutschland arbeiten nach offiziellen Zahlen rund 40.000 Menschen in der Sexarbeit. Expert:innen sagen, die Dunkelziffer liegt deutlich höher.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist Sexarbeit in Deutschland fast durchgängig verboten gewesen. Sie wird zudem wohl zu den letzten Branchen gehören, die wieder öffnen dürfen. Anders als andere von den Einschränkungen betroffene Bereiche wie Gastronomie oder Einzelhandel, findet Sexarbeit zudem eher im Verborgenen statt. Deshalb haben wir uns gefragt: Wie geht es Sexarbeiter:innen nach über einem Jahr Corona? Arbeiten einige von ihnen trotz der Verbote weiter, um irgendwie finanziell über die Runden zu kommen? Wie sieht es mit finanziellen Hilfen aus? Und gibt es Alternativen, wie man während Corona legal mit Sexarbeit Geld verdienen kann?

Wir haben uns für „exactly“ vom MDR auf die Suche gemacht, um herauszufinden, wie es den Menschen, die ihr Geld vor allem mit körperlicher Nähe verdienen, geht, wenn enger Kontakt mit Fremden unbedingt vermieden werden soll. Wir treffen für diesen Film Sexarbeiter:innen, die unterschiedlich auf die Pandemie blicken. Sie erzählen von dem Gefühl, vergessen worden zu sein, dem gestiegenen Berufsrisiko und davon, welche Platz ihre Arbeit künftig in der Gesellschaft haben sollte.

Den Film findet ihr hier: